Namensrecht in Österreich

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Schwangere mit Namensschilder
Foto: shutterstock/RioPatuca

VORNAME

  • Zur Wahl bzw. Erklärung des Vornamens oder der Vornamen für ein Neugeborenes sind bei ehelicher Geburt die Eltern, bei unehelicher Geburt in der Regel die Mutter berechtigt.

  • Die Erklärung des Vornamens wird schriftlich bei dem für den Meldebereich zuständigen Standesamt eingebracht und ist Voraussetzung für die Ausstellung einer Geburtsurkunde.

  • Haben sich die Erziehungsberechtigten nicht gleich nach der Geburt für einen Namen entschieden, hat man innerhalb des ersten Lebensmonats des Kindes Zeit, mit dem Standesamt in Kontakt zu treten und einen Namen beurkunden zu lassen.

Was ist erlaubt?

Das Geburtenbuch sieht zum Schutz des Kindes vor:

      • dass Bezeichnungen die nicht üblich sind oder sich negativ auf das Wohl des Kindes auswirken können nicht eingetragen werden dürfen.
      • dass der erste Vorname auch dem Geschlecht des Kindes entspricht.

Sind die Eltern sich einig, oder ist das Kind unehelich geboren, reicht die Erklärung eines Elterneteiles bzw. der Mutter aus.

Bei ehelichen Kindern, muss jener Elternteil der die Anmeldung vornimmt eine Einverständniserklärung des anderen Elternteiles zum Standesamt mitbringen. Tritt der Fall ein, dass sich die Elternteile nicht einigen können oder der Vorname unzulässig ist wird das Pflegschaftsgericht durch das Standesamt informiert.

FAMILIENNAME

Eheliche Kinder

  • Haben die Eltern einen gemeinsamen Familiennamen wird dieser Name automatisch an das Kind weitergegeben.

  • Wenn die Elternteile jedoch verheiratet, aber über verschiedene Familiennamen verfügen, so muss der Nachname, den die Kinder aus der Ehe tragen werden, bereits vor oder bei der Eheschließung festgehalten werden.

    Fixiert wird diese Vereinbarung entweder bei der Anmeldung zur Eheschließung im Beisein eines Beschäftigten des Standesamtes oder mittels einer beglaubigten Urkunde bei der standesamtlichen Trauung.

    Wird diese Erklärung nicht abgegeben, erhalten Kinder verheirateter Paare automatisch den Nachnamen des Mannes.

Uneheliche Kinder

  • Kinder die unehelich geboren werden, erhalten nach österreichischem Recht den Familiennamen den die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt führt.

  • Eine Änderung des Namens auf den Familiennamen des Vaters bedarf einer Anerkennung der Vaterschaft bei der jeweils zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde. Die Namensänderung kann nach der Beurkundung der Geburt beantragt werden.

Fragen zur Namensgebung beantwortet das dem Meldebezirk zugeteilte Standesamt.

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