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Lifestyle:
Haarfärbeverbot
für Teenies unter 16 Jahren …
strassl - nov11
© Katharina Strassl

Das dieser Tage kursierende Haarfärbeverbot für Jugendliche unter 16 Jahren sorgt für große Diskussionen. Was ursprünglich als Verbot angekündigt wurde, stellt sich nun als Empfehlung heraus. Die neue EU-Richtlinie bezüglich Haar-Colorationen besagt, dass Personen unter 16 Jahren nicht mehr coloriert werden dürfen. Mit einer Nachfrist bis 31. Oktober 2012 müssen alle Haarfärbeprodukte mit dem Vermerk „Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet“ versehen werden.

Friseur- und Haarfarbexpertin Katharina Strassl, Intercoiffeur Katharina Strassl, steht dazu Rede und Antwort:

1. Worauf bezieht sich die neue Richtlinie der EU? 
 Der Grund warum die EU Handlungsbedarf sieht, ist ein tragischer Todesfall aus dem Jahr 2009. Ein junges Mädchen ist nach einem Haarfärbevorgang an einer schweren allergischen Reaktion gestorben. Daher soll es jetzt einen Warnhinweis geben, dass gewisse Produkte für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren nicht geeignet sind.

 2. Welche Haarfarben sind betroffen?
 So wie es derzeit aussieht, werden alle Haarfarben und Tönungen davon betroffen sein.
 
3. Was gibt es für Alternativen?
 Produktalternativen werden wir erst sehen, bis die Kennzeichnungsfrist abgelaufen ist. Nicht gekennzeichnete Produkte können dann als Alternativen verwendet werden... Wobei es derzeit so aussieht, als werden wirklich alle Produkte mit diesen Warnhinweisen versehen. Alternativ können natürlich Strähnen gemacht werden... bei dieser Technik kommt der Farbbrei nicht mit der Kopfhaut in Kontakt...

4. Keine Colourtrips à la Rihanna, Lady Gaga, etc. für junge Girlies mehr?
Sieht ganz so aus... Außer mit Strähnentechniken ;-)
 
5. Bezieht sich das Haarfärbeverbot auch auf junge Berufsanfänger (Friseur-Lehrlinge) oder reichen hier Handschuhe beim Farbe auftragen?
Die Auszubildenden müssen seit jeher mit Handschuhen arbeiten... in diesem Bereich wird sich nichts verändern, nur auf ihre eigenen coolen, flippigen Haarfarben werden sie verzichten müssen.

6. Mit welchen Konsequenzen muss ein Friseur rechnen, der bei Färbewilligen unter 16-Jährigen a) keinen Ausweis verlangt, und b) wissentlich unter 16-Jährigen die Haare färbt?
Also grundsätzlich färbt ein fürsorglicher Friseur keinem Kind die Haare!! Kopfhaut und Haare von Kindern sind viel zu sensibel und es kann zu Langzeitschäden kommen. Ab dem Moment, ab dem die Produkte mit dem Warnhinweis gekennzeichnet sind, müssen wir uns bei Jugendlich per Ausweis (am besten mit der E-Card) vergewissern, dass sie mindestens 16 Jahre alt sind.
 
7. Haften die Eltern, wenn sich ihre Teenie-Kids die Haare zu Hause heimlich färben?
Eltern haften grundsätzlich dafür, wenn ihren Kindern etwas zustößt.... Tragend wird das natürlich immer erst wenn einmal etwas passiert ist. Grundsätzlich gilt: HAARFARBEN gehören vom Profi gemacht!!! Es kommt auch keiner auf die Idee sich selbst zu tätowieren...! :-)
 
8. Mit welchen Konsequenzen müssen die Eltern rechnen?
Inwieweit die Eltern mit echten Konsequenzen rechnen müssen, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben und Jugendliche mit einem allergischen Schock ins Krankenhaus müssen, ist denke ich, noch nicht geklärt... derzeit sind die Informationen die uns zu diesem Thema erreichen, mehr als schwammig! Und auf den Warnhinweisen steht nur "ist nicht geeignet" und nicht "ist untersagt".
 
9. Stimmt es, dass das Kassa-Personal im Drogerie- und Lebensmittel-Einzelhandel (z.B. bipa, Billa, etc.) bei Jugendlichen den Ausweis verlangen und ihnen evtl. den Kauf eines Haarfärbeproduktes verweigern müssen, wenn diese unter 16 sind?
Auch das wird sich weisen...da es sich ja eigentlich nur um eine Empfehlung und nicht um ein Verbot handelt.
Wir Friseure werden uns auf jeden Fall daran halten...Sonst haften wir für etwaige Schäden!

www.katharina-strassl.com


  letztes Update am 28.11.2011

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