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Allergene (richtig) meiden statt leiden
Maßnahmen und wichtige Tipps bei Hausstaubmilbenallergie
polsterschlacht

Konsequente Vermeidung der Allergieauslöser ist eine wesentliche Säule in der Behandlung einer Hausstaubmilbenallergie. Die Maßnahmen sind nicht immer einfach und gute Beratung sowie sorgfältige Planung von Sanierungsmaßnahmen entscheidend für den nachhaltigen Erfolg. Richtig gemacht, kann man mit Allergenvermeidung in Verbindung mit einer kausalen Therapie (Allergie-Impfung) die Beschwerden sehr gut in den Griff bekommen. Zahlreiche Tipps, wie man den Allergenen aus dem Weg gehen kann, gibt es bei der Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung unter 
www.allergenvermeidung.org.

Die Hausstaubmilbe ist ein Drittel-Millimeter kleines Spinnentier und lebt in jedem (noch so sauberen) Haushalt. Gerade in den kalten Monaten leiden Allergiker besonders, denn man verbringt mehr Zeit in den Wohnungen. Die Heizung wirbelt ständig Hausstaub auf, in dem sich auch Milbenallergene befinden, die sich mit der Atemluft verbinden und dadurch mit den Schleimhäuten (Auge, Nase, Atemwege) in Kontakt kommen. Verursacher der Hausstaubmilbenallergie sind nicht die Tiere selbst, sondern die Eiweißbestandteile in deren Kot und Körper. „Die winzigen, mit freiem Auge kaum sichtbaren Spinnentiere und auch deren Exkremente sind für Gesunde völlig harmlos und ungefährlich. Nur das Immunsystem von Allergikern reagiert bei Kontakt über, was sich primär in Form von Niesattacken in der Früh, verstopfter Nase und auch tränenden Augen etc. bemerkbar macht“, erklärt Prim. Dr. Waltraud Emminger, ärztliche Leiterin des Allergie-Ambulatoriums Rennweg und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des gemeinnützigen Vereins Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung IGAV.

25% aller Hausstaubmilben-Allergiker sind asthmakrank
Da die Symptome sehr stark einem grippalen Infekt ähneln, wird eine Hausstaubmilbenallergie häufig mit einer in dieser Jahreszeit typischen Erkältung verwechselt. „Eine unbehandelte Hausstaubmilbenallergie kann jedoch in den unteren Atemwegen ein allergisches Asthma verursachen“, warnt die Expertin. „Ist die Lunge einmal betroffen, kann es allmählich zu Umbauvorgängen in den Atemwegen kommen, die mit den besten Medikamenten nicht mehr völlig auszuheilen sind. Es ist daher wichtig bei Anzeichen, die länger als sechs Wochen andauern, die Symptome abklären zu lassen und mit entsprechenden therapeutischen Maßnahmen zu beginnen.“

 Es gibt heute zahlreiche gute Möglichkeiten, Allergene zu reduzieren und eine Allergie so zu behandeln, dass sich die Beschwerden nachhaltig bessern bzw. verschwinden. Die Therapie einer Hausstaubmilbenallergie setzt sich im Wesentlichen aus drei Säulen zusammen: Allergenvermeidung, Symptomlinderung und Ursachenbekämpfung durch die spezifische Immuntherapie (Allergie-Impfung).

Behandlung beginnt im Schlafzimmer
Allergenvermeidung bedeutet, den Kontakt mit Allergieauslösern zu meiden bzw. Allergene zu reduzieren. Sie ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der Behandlung, verbessert die Lebensqualität und reduziert den Bedarf an Medikamenten. „Im Bett fühlen sich Hausstaubmilben am wohlsten. Hier leben die meisten Milben und produzieren große Mengen Allergene. Deshalb sollte das Schlafzimmer zuerst saniert werden“, rät Emminger. Eine ganz einfache und erstaunlich wirksame Maßnahme ist das „Verpacken“ von Matratze und Bettzeug mit speziellen Überzügen, so genannten Encasings. Die meisten Milben halten sich in der Matratze auf, denn dort finden sie Wärme, Nahrung (menschliche Hautschuppen) sowie Feuchte und können wochenlang überleben und sich vermehren. Aber auch Polster und Tuchent sind ein Allergenreservoir und sollten überzogen werden. Gute Encasings lassen Feuchtigkeit durch, halten jedoch Allergene dauerhaft fern. Die Wirksamkeit dieser Überzüge wurde bereits in zahlreichen Studien bestätigt .

 Ausdauer bringt Besserung
„Ganz wesentlich für eine langfristig anhaltende Besserung der Beschwerden ist, dass die Allergenvermeidung konsequent und umfassend betrieben sowie auf gute Qualität der zu verwendenden Produkte geachtet wird. Das Überziehen der Bettwäsche allein wird aber nicht ausreichen, um ein dauerhaft befriedigendes Ergebnis zu erzielen“, so die Wiener Allergologin. „Weitere gut geplante Maßnahmen zur Sanierung bestehender Restmengen von Hausstaubmilbenallergenen – beispielsweise in Teppichen und Polstermöbeln – sind empfehlenswert. Milbenfeindliches Raumklima durch regelmäßiges Stoßlüften, optimale Luftfeuchtigkeit von 40-50% sowie einer Raumtemperatur von maximal 20°C und das Entfernen von Staubfängern sind ebenso von Bedeutung.“ Fazit: Mit einem Bündel an Maßnahmen, das die Auslöser einer Allergie reduziert, verbunden mit einer genauen Anleitung und Schulung wird das beste Ergebnis erzielt [2] – vorausgesetzt natürlich die gesicherte Diagnose „Haustaubmilbenallergie“ durch den allergologisch versierten Arzt. Eine alleinige Sensibilisierung (ohne Auftreten von Symptomen) ist kein Anlass für umfassende Sanierungsmaßnahmen.

Immuntherapie bekämpft Allergieursache
Da die Allergenbelastung durch die beschriebenen Maßnahmen zwar gut eingedämmt aber nicht vollständig vermieden werden kann, brauchen Hausstaubmilbenallergiker zusätzliche Behandlung. Die spezifische Immuntherapie (Allergie-Impfung) steht dabei neben der reinen Symptom-Bekämpfung als wichtigste therapeutische Maßnahme als Spritzenkur zur Verfügung. Sie ist die einzige Therapieform, die eine Ursache der Allergie bekämpft und wird von der WHO auch für Kinder empfohlen.

„Es geht darum, die Überreaktion des Immunsystems Schritt für Schritt in den Griff zu bekommen. Dabei wird eine geringe Dosis des Allergie-Auslösers unter die Haut gespritzt. Die Konzentration wird allmählich gesteigert – das Immunsystem so zusagen auf das Allergen trainiert – bis sich der Körper schließlich an das Allergen gewöhnt, so Emminger. „Ist eine Impftherapie nicht möglich, können als zweite Wahl auch Tropfen eingesetzt werden.“

Besserung ist nachhaltig
Viele Patienten profitieren auch noch Jahre nach Ende der etwa dreijährigen Therapie. Sowohl die Allergie-Symptome als auch der Bedarf an Medikamenten (Antihistaminika und Kortison) können deutlich reduziert werden. Zudem konnte durch zahlreiche Studien belegt werden, dass durch eine Allergieimpfung allergisches Asthma und die Entstehung weiterer Allergien verhindert werden kann.


Tipps und Infos bei der Patientenorganisation IGAV
Auf der Homepage www.allergenvermeidung.org des Vereins „Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung“ (IGAV) sind zahlreiche Tipps zur Allergenvermeidung abrufbar. Bei der IGAV-Hotline 01/212 60 60 können kostenlose Ratgeber sowie eine Liste der österreichischen Allergie-Ambulanzen und -Ambulatorien bestellt werden.


  letztes Update am 04.04.2011

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