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Leitlinie Schulbuffet
Gesundes nach der Ernährungspyramide
Schuljause - Aug11
© Monkey Business - Fotolia.com

Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Ernährung präsentierte Gesundheitsminister Stöger  wissenschaftlich belegte und praktisch umsetzbare Leitlinien für gesündere Schulbuffets. Ziel der "Leitlinie Schulbuffet" ist eine Optimierung des Warenkorbes am Schulbuffet bzw. an den Getränke- und Snackautomaten. Im Sinne der Verhältnisprävention soll die gesündere Wahl zur leichteren werden.

Zahlreiche Kinder und Jugendliche sind übergewichtig, bei einigen ist auch die Nährstoffversorgung nicht optimal. Ein Drittel frühstückt nicht, die Hälfte bekommt keine Jause in die Schule mit. Ein gesundes Angebot im Schulbuffet erhöht die Chance, dass aus Kindern und Jugendlichen gesunde Erwachsene werden.

"Kinder essen oft zu fett, zu salzig und zu wenig Obst und Gemüse und sie nehmen viel zu viel Zucker zu sich",  erklärt Stöger bei der Pressekonferenz zum Thema "Leitlinie Schulbuffet".

Die schulische Pausen- und Mittagsverpflegung soll Schülerinnen und Schülern, aber auch Lehrerinnen und Lehrern bzw. dem sonstigen Schulpersonal ein attraktives Speisen- und Getränkeangebot bereitstellen, das sich an ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen orientiert, die physiologische Bedürfnisse deckt sowie ein gesundheitsförderliches Ernährungsverhalten unterstützt.

Mindeststandard für Schulbuffets
Die Leitlinie stellt - aufgeschlüsselt nach Lebensmittelgruppen - einen Mindeststandard für Schulbuffets dar und richtet sich an BetreiberInnen von Schulbuffets. Die Grundlage bildet die österreichische Ernährungspyramide, die durch ihre einfachen bildlichen Darstellungen eine gute Hilfe für eine gesundheitsförderliche Angebotsgestaltung bietet.

In den nächsten 2,5 Jahren werden in Form eines Projekts die Leitlinien mit interessierten Betreiberinnen und Betreibern umgesetzt. Das Gesundheitsministerium wird alle die ihr Angebot verbessern und gesünder gestalten wollen unterstützen, betont Stöger.

Die richtige Mischung
Ein bedarfsgerechtes Angebot nimmt neben ernährungsphysiologischen und lebensmittelsicherheitsrelevanten Kriterien auch auf Frische, Vielfalt und ökologische Aspekte (wie Saisonalität und Regionalität) sowie auf die Vorlieben der Kinder und Jugendlichen Rücksicht. Schulspezifisch sind auch soziale und essenskulturelle Hintergründe für den Erfolg von Warenkorbveränderungen wichtig. Ein wesentlicher Aspekt der Akzeptanz- und Attraktivitätssteigerung von Angeboten ist deren Präsentation.

Gesundheitsförderliche Angebote sollen daher in allen Bereichen des Schulbuffets (z.B. Vitrine, Kühlschrank) sehr gut sichtbar präsentiert und mit entsprechenden absatzfördernden Maßnahmen (z.B. Preisgestaltung, Plakate, Flyer) begleitet werden. Als Teil dieser Strategie ergibt sich als logische Konsequenz, dass fett-, salz- und zuckerreiche Produkte nicht beworben werden.

Informationen auch unter: www.ages.at.

Die Leitlinie Schulbuffet vom Bundesministerium für Gesundheit kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden: www.bmgfj.gv.at.


  letztes Update am 01.09.2011

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