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Essstörungen:
90-60-90, Essen, Brechen, Weiterlächeln
frauengesundheit
© Frauengesundheit-Wien

Eine schockierende Dokumentation über die Essstörungen des Ex-Models Petra Roschek: „90-60-90, Essen, Brechen, Weiterlächeln“ zeigt den langwierigen Leidensweg durch die Essstörungen des Ex-Models Petra Roschek aus ihrer eigenen Perspektive. In 45 Minuten enthüllt sie damit schonungslos die zerstörerischen Mechanismen von Magersucht und Bulimie. Die Erstausstrahlung war am 30.1.2011 um 22:35 auf Puls 4 zu sehen.

„Ja, es ist nicht alles schön was man sieht, aber es ist ehrlich, und das ist ja auch mal was Schönes – zur Abwechslung.“ Mit diesen Worten leitet die heute 26 Jährige Petra Roschek das filmische Porträt über den Verlauf ihrer Essstörungen ein. Zeitgleich mit dem Krankheitsbeginn fing Petra an, sich selbst zu filmen, wodurch sie auf Filmmaterial aus über 10 Jahren zurückgreifen konnte.

Eines führte zum Anderen
Als 14 jähriges Mädchen wollte Petra Roschek sich nicht mit dem Druck des Erwachsen-werdens abfinden, der ihr von ihren leistungsorientierten Eltern vorgelebt wurde und empfand die natürlichen Veränderungen ihres Körpers als große Belastung. Sie nahm fast nichts mehr zu sich und betrieb exzessiv Sport, um äußerlich Kind zu bleiben. Mit 16 waren ihr hübsches Gesicht, ihre Größe und die Magersucht die Wegbereiter ihrer Model-Karriere. Durch die Idealisierung kranker Schönheitsideale im Zusammenspiel mit der unerträglichen Bürde der ständigen Entbehrung glitt sie von der Magersucht in die Bulimie.

Laut Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger, Klinische-  und Gesundheitspsychologin, Frauengesundheitsbeauftragte der Stadt Wien und Initiatorin der Maßnahmen in Wien gegen ungesunde Schlankheitsideale und Essstörungen, eine  nicht untypische Entwicklung: „Die Medien strotzen nach wie vor von makellosen Darstellungen abgemagerter Körper und präsentieren diese als das Maß für ultimative Schönheit. Ein Umstand, der dem gefährlichen Lauffeuer „Essstörung“ unaufhörlich Luft zufächelt. Dennoch ist die Entstehung einer Essstörung ein multifaktorieller Prozess, der individuell analysiert und behandelt werden muss.“

Die Abrechnung
Das Problem, ein normales Leben zu führen, bewegte Petra Roschek, aktiv gegen ihre Störung vorzugehen. Sie studierte an der New York Film Academy und widmete ihre Abschlussarbeit der Aufarbeitung ihres Leidensweges. Sie besuchte Therapiezentren, Selbsthilfegruppen und Persönlichkeiten aus der Mode- und Werbebranche, wie das Jo-Jo Model Crystal Renn.  Sie führte Interviews mit der international anerkannten Expertin, Prof.in Susie Orbach, der  ehemaligen Psychotherapeutin von Lady Diana sowie der Bestsellerautorin Anita Johnston. Zusammen mit Regisseur Thomas Grusch kombinierte sie Interviews mit Sequenzen ihres Videotagebuches. Den mutigen Schritt an die Öffentlichkeit wagte die heute Geheilte, um den Betroffenen und deren Angehörigen Mut zu machen, den Kampf gegen die Erkrankung aufzunehmen. Darüber hinaus ist Petra Roscheks Film als Fingerzeig auf eingeschränkte soziokulturelle Schönheitsstandards und den hohen Stellenwert der Aufklärungsarbeit unter der Risikogruppe pubertierender Jugendlicher zu verstehen.

Initivativen in Wien
Diese Grundgedanken stehen auch hinter der Initiative „S-O-Ess: Gemeinsam gegen ungesunde Körperideale“ sowie den Maßnahmen der  Schulvorträge und Essstörungs-hotline, die Betroffenen täglich außer Freitag von 12:00 bis 17:00 Uhr unter der Rufnummer 0800 20 1 1 20 zur Verfügung steht.

Aufklärung wirkt
Im Anschluss an die Doku diskutierten in „Talk of Town“ auf Puls 4: Petra Roschek, Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer Puchinger, Frauengesundheitsbeauftragte; Karina Sarkissova, Tänzerin im Staatsopernballett und Josef Gallauer, Starfotograf. Die sehr spannende  Gesprächsrunde bestätigte einmal mehr die Bedeutung der Thematik für die Berufgruppen der Modebranche und des Balletts . Alle waren sich einig, dass Aufklärung in den Schulen und der öffentlichen Meinung sowie ein gemeinsamer Kampf gegen die ungesunden Körperideale von höchster Dringlichkeit ist. 

„Wir sind bemüht, auf ständig neuen Wegen aufklärend an Gefährdete und Betroffene heranzutreten und Hilfe zu stellen. Dass es sich dabei um ein langjähriges  Projekt handeln wird und der Kampf nicht von heute auf morgen gewonnen werden kann, ist uns durchaus bewusst. Aber mutige Frauen wie Petra Roschek tragen  einen wichtigen Teil dazu bei, zum Nachdenken anzuregen und beweisen uns, dass wir mit unseren Maßnahmen in die richtige Kerbe schlagen.“, so die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte.

Mehr Informationen und Hilfe zum Thema Essstörungen finden Sie unter: www.s-o-ess.at und www.frauengesundheit-wien.at


  letztes Update am 16.05.2011

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