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Der Startschuss für das Europäische Jahr 2010 zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie in Norwegen und in Island ist gefallen – und das aus gutem Grund: Die europäischen Sozialsysteme gehören zu den besten weltweit, dennoch leben hierzulande noch immer zu viele Menschen in Armut und sozialer Ausgrenzung. Konkret heißt das: Rund 80 Millionen Menschen in der EU sind von Armut bedroht – dies entspricht etwa 16% der europäischen Bevölkerung. In Österreich sind rund eine Million Menschen von Armut betroffen (12,4%). Der Anteil an manifest armen ÖsterreicherInnen beträgt 6% (492.000).
Das Europäische Jahr 2010 hat zum Ziel, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren und dazu beizutragen, den gesellschaftlichen Konsens für die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung in unserer Gesellschaft zu stärken. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Situation der von Armut betroffenen Personengruppen gelegt. Frauen in der EU leben mit einer statistisch höheren Wahrscheinlichkeit in Armutsgefährdung als Männer.
Auch wenn im Kampf gegen Frauenarmut bereits wichtige Schritte gesetzt wurden, sind Frauen noch immer tendenziell stärker von Armut betroffen als Männer. Aktuelle Zahlen zeigen auf, dass in der EU 17% armutsgefährdete Frauen leben, somit um 2%-Punkte mehr als Männer. Besonders betroffen sind Alleinerzieherinnen, ältere Frauen oder Migrantinnen.
Die konkreten Zahlen: EU-weit leben 21% der Frauen über 65 Jahren in Armut, 33% der Alleinerzieherinnen sind armutsgefährdet, innerhalb einer Familie sind Frauen oftmals stärker betroffen als ihre Männer oder Kinder. Die Gründe liegen häufig in tief verwurzelten gesellschaftlichen Phänomenen, die es zu bekämpfen gilt. |